Das Axolotl – ein bemerkenswerter Unterwasserbewohner

Ein wahrhaft putziger Zeitgenosse und Unterwasserbewohner ist das sogenannte Axolotl, welcher in natürlicher Umgebung ausschließlich in einem See in Mexiko anzutreffen ist. Es handelt sich hierbei um einen Schwanzlurch, dessen charakteristische Erscheinungsform ein flacher Kopf mit davon abstehenden Kiemenästen ist. Dass der lustige Lurch nur in Mexiko vorkommt, liegt vermutlich daran, da hier in Europa einfach niemand in der Lage ist, den Namen des Tieres fachlich korrekt und mit dem nötigen Respekt auszusprechen. Und Respekt gebührt dem Axolotl auf jeden Fall! Denn dieses Tierchen, das zur Familie der Querzahnmolche gehört, ist ein wahrhaft bemerkenswerter Zeitgenosse.

So ist eine wundersame Eigenschaft des Axolotl, dass er zwar wie alle Lurche als Larve das Licht der Welt erblickt, danach aber in diesem Stadium verharrt, sprich nie aus der Kinderstube heraus kommt. Dieses Verhalten nennen die Forscher Neotenie und bedeutet, dass ein Tier nie aus seinem Larvenstadium herauswächst. Wer sich nun aber fragt, woher dann der Nachwuchs kommen soll und ob Axolotl deshalb vom Aussterben bedroht ist, der kann beruhigt sein: auch wenn sie zwar das Stadium einer Larve nicht überschreiten, werden sie trotzdem geschlechtsreif und können sich somit fortpflanzen. Und über das Aussterben müssen sie sich auch keine Gedanken machen, schließlich haben sie schon tausende von Jahren überlebt. So kannten z.B. schon die alten Azteken den Lurch und gaben ihm auch seinen Namen: Axolotl leitet sich nämlich aus den aztekischen Begriffen „atl“ für Wasser und „xolotl“, was für einen aztekischen Gott steht, ab.

Ein dunkles Axolotl

Das Axolotl gibts übrigens auch in schwarz

Eine anderer noch erstaunlichere Eigenschaft des Axolotl ist seine Regenerationsfähigkeit. So ist es dem Tier möglich, seine Organe, Gliedmaße oder auch Teile vom Herz oder Gehirn vollständig zu erneuern. Diese Regeneration interessiert vor allem Forscher, die diese Fähigkeit gerne näher verstehen wollen um sie vielleicht für kranke Menschen nutzbar zu machen.

Eine fragliche Bekanntheit erlangte der Lurch übrigens durch das Buch „Axolotl Roadkill“ von Helene Hegemann, das 2010 erschien und ein Axolotl auf dem Cover zeigt.

Bildquelle: EikeR/ flickr, AJ Cann/ flickr

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